Werte

05.03.2026

Werte

Eigene Möbel und das gewisse Etwas, machen ein Zimmer lebendig.

Es sind Werte von damals, die da zu entdecken sind:

Das handbestickte Mensch Ärger dich nicht, mit selbst gemachten Figuren für den Alltag, Osterhasen für die Osterzeit und Tannenbäumchen, wenn in der Weihnachtszeit gespielt wird.

Das Lexikon von A bis Z im Regal.

Die Bibel, Mutter Gottes und das Schälchen mit Weihwasser am Bett.

Ein Bild aus der Heimat.

Der Einkaufskorb.

Die eigene Tasse von zu Hause für den Tee und das eigene Schüsselchen für das Müsli am Morgen. Wer kann, bereitet sich das Frühstück selber zu, um die noch vorhandenen Fähigkeiten so lang wie möglich zu erhalten.


Und dann gibt es die unzähligen Sprichwörter von früher, die immer wieder erklingen. Morgens, wenn wir Kaffee einschenken: 

Ein Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Oder wenn sich die Wäschekörbe am Wäschetisch anhäufen und schon klar ist, welche Aktivierung heute stattfindet: 

Ach du lieber Gott. Arbeit ist so schön, stundenlang könnte ich zusehen.

Wenn ich laut überlege, was wir heute wohl zusammen kochen erzählt mir regelmäßig eine Bewohnerin:

Mei Mutter hot immer gsagt: Jetzt setz i mol a Wasser auf und dann fällt mir scho was ei.

Fällt was runter sagt garantiert irgendjemand: 

Unterm Tisch isch au in dr Stuba.

Ach, einfach herzerwärmend die Stunden mit hochbetagten Menschen :))