
ver-Wandlung
ver-Wandlung
Jetzt flattern wieder die ersten Schmetterlinge. Deren Flügelschlag lässt mich jedes mal staunen. Was für einen Wunder-vollen ver-Wandlungs-Prozess machen doch diese zarten Geschöpfe...
Von der Raupe zum Schmetterling.
Auch wenn ich mein Leben so anschaue, finde ich mich immer wieder in so einem ver-Wandlungs-Prozess.
Sehr gut kenne ich die Tage, manchmal Wochen, in denen ich gefühlt, "wie ein winziges Würmchen" in der großen Welt rumkrieche. Verloren fühlt es sich irgendwie an.
Mit der Zeit wird es enger und enger. Dunkel.
Manchmal so sehr, dass es wie eine Art Hebamme braucht, um wieder aus der Enge zu kommen. Ein tiefes Gespräch mit einer vertrauten Person oder gar den Besuch bei einer Heilern.
Manchmal reicht mir ein ganz bewusstes Vollmondbad im See, einen Baum zu umarmen, oder Kopfhörer drauf und einfach los joggen.
Manchmal hilft aber auch nichts dergleichen. Es gilt, die Zeit der Stille, die es wohl braucht, auszuhalten.
Dann kommt der Moment, wo ich spüre, wie "mein Kokon" Risse bekommt.
Irgendwas bewegt sich und schwuppdiwupp flattere ich wieder drauf los :)
Alles fühlt sich so wunderbar leicht, stimmig und richtig an, ver-Wandelt.
Und dann, irgendwann, nach Wochen, Monaten, manchmal Jahren, spüre ich, wie es wieder ruhiger wird in mir. Müde vom vielen Tun und den vielen Wundern, die ich erlebt hab. Zeit, die Flügel einzuschlagen und zurück zu kriechen, bis der Tag einer weiteren ver-Wandlung anbricht…
Ach ja, wie schön ist es doch, leicht wie ein Schmetterling durchs Leben zu flattern.
Und doch, auch wenn sich die "Raupen-Zeit" oft zäh und nervig anfühlt, weiß ich um deren Wichtigkeit und kann, je älter ich werde, mich vertrauensvoll in meinen Kokon zurückziehen, um dann wieder erneut zu schlüpfen und los zu flattern.
Vielleicht findest auch du dich in dem immer wieder kehrenden, Wunder-vollen ver-Wandlungs-Prozess.
