Auferstehung

04.04.2026

Ostern - das Fest der Auferstehung

Vor einem Jahr, für die Abschiedsrede unseres Freundes Daniel, schenkte mir seine Partnerin eine so Wunder-volle Metapher. Danke liebe Birgit, für den derart passenden Gedanken, einen SCHMETTERLING als Symbol der Verwandlung zu sehen.

Das Sinnbild der Auferstehung…?

Die Raupe dacht, sie müsste sterben, weil ihre Zeit im Flug verging. Sie sah, wie sich die Wolken färben, dann wurde sie zum Schmetterling.

Vielleicht endet das Leben nicht, sondern es ver-ändert sich.? Der Schmetterling erinnert uns daran, dass wir auf dieser Welt vielleicht nicht ganz zu Hause sind. Niemand kennt den Tod und niemand weiß, was für Welten sich danach für uns öffnen…

Auch wenn ich mein Leben so anschaue, finde ich mich immer wieder in diesem Prozess.

Sehr gut kenne ich die Tage, Wochen, manchmal Monate, in denen ich gefühlt, "wie ein winziges Würmchen" in der großen Welt rumkrieche. Verloren fühlt es sich irgendwie an.

Mit der Zeit wird es enger und enger. Dunkel.

Manchmal so sehr, dass es wie eine Art Hebamme braucht, um wieder aus der Enge zu kommen. Ein tiefes Gespräch mit einer vertrauten Person oder gar den Besuch bei einer Heilern.

Manchmal reicht mir ein ganz bewusstes Vollmondbad im See, einen Baum zu umarmen, oder Kopfhörer drauf und einfach los joggen.

Manchmal hilft aber auch nichts dergleichen. Es gilt, die Zeit, die es wohl braucht, auszuhalten.

Dann kommt der Moment, wo ich spüre, wie "mein Kokon" Risse bekommt.

Irgendwas bewegt sich - schwuppdiwupp flattere ich wieder drauf los :)

Alles fühlt sich wieder so leicht, stimmig und richtig an. Der Moment einer neuen Auferstehung.?

Und dann, irgendwann, nach Wochen, Monaten, manchmal Jahren, spüre ich, wie es wieder ruhiger wird in mir. Müde vom vielen Tun und den vielen Wundern, die ich erlebt hab. Zeit, die Flügel einzuschlagen und zurück zu kriechen, bis der Tag einer weiteren Auferstehung anbricht…

Ach ja, wie schön ist es doch, leicht wie ein Schmetterling durchs Leben zu flattern.

Und doch, auch wenn sich die "Raupen-Zeit" oft zäh und nervig anfühlt, weiß ich um deren Wichtigkeit und kann, je älter ich werde, mich vertrauensvoll in meinen Kokon zurückziehen, um dann wieder erneut zu schlüpfen und los zu flattern. 

Vielleicht findest auch du dich in der immer wieder kehrenden, Wunder-vollen Auferstehung…